| English Setter | |
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| Geschichte | |
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Alle Farbvarianten der Setter stammen höchstwahrscheinlich von einem gemeinsamen Ahnen ab, dem sogenannten Langhaarigen „Vogelhund“, der bereits auf holländischen Gemälden aus dem 15. und 16. Jahrhundert zu finden ist. Später wurde dieser mit Spaniels und mit französischen und spanischen Vorstehhunden gekreuzt, und so wurde die angeborene Eigenschaft, vor dem Wild zu halten, die bereits aus der Zeit vor unserer Zeitrechnung bekannt ist, erhalten. Der Name „Setter“ kommt vom englischen „to set“, sich ducken oder setzen. Diese Hunde wurden nämlich für eine Art der Jagd verwendet, in der das Wild in Netze gefangen wurde, wobei die geduckten Jagdhunde ebenfalls unter dem Netz blieben. Später wurden die Setter nur nach Jagdeigenschaften gezüchtet, nicht nach dem Aussehen. Sie wurden vor allem als gute Vorsteher und zum Suchen von Kleinwild (vor Allem Rebhühner und Wachteln) auf groβe Entfernungen verwendet. Zum Apportieren dienten Spaniels und die kräftigeren Retriever.
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| Beschreibung | |
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| Der English Setter ist der Inbegriff von Anmut und Schönheit, er ist
eben “nicht nur ein Hund, sondern ein Setter”. Der English Setter ist wohl einer der treuesten Gefährten, den der Mensch sich wünschen kann. Das spiegelt sich schon in dessen sanftem Hundeblick und seinen intelligenten, ausdrucksvollen braunen Augen wieder. Er ist der ideale Familienhund: aufmerksam, leicht zu erziehen, geduldig, freundlich, gutmutig und absolut kinderlieb. Durch seine hoch erhobene Kopfhaltung wirkt der English Setter stets stolz und elegant, dabei aber niemals arrogant. Anmutig und elegant sind auch seine Bewegungen. Der überaus aktive Hund liebt es, im Freien herum zu tollen und gefordert zu werden. Das Jagen liegt ihm im Blut, deshalb sollte er schon als Welpe konsequent aber liebevoll erzogen werden. Versäumt man dies, hat man später Schwierigkeiten, den passionierten Jäger zu bändigen. Aber der English Setter ist ein intelligenter und sehr gelehriger Schüler, so dass es nicht schwer fällt, ihm Gehorsam beizubringen. Er erreicht im Durchschnitt das stolze Alter von 13 Jahren und bringt so um die 25 kg auf die Waage. English Setter
sind agile, mittelgroße Hunde mit einem intelligenten, aber doch
sanften Ausdruck. Das lange, wellige Haarkleid mit der Befederung an
den Unterseiten der Läufe und der Rute unterstreicht die elegante
Gesamterscheinung. Sie sollen sich sehr frei, ausdauernd und
kraftvoll bewegen. |
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| Rassestandard | |
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Standard FCI
seit 7. 9.
1998 URSPRUNG: Großbritannien. DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDS: 24. 06. 1987.VERWENDUNG: Vorstehhund |
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KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 7 Vorstehhunde. Sektion 2.2 Britische und irische Vorstehhunde. Setter. Mit Arbeitsprüfung. |
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| ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Von mittlerer Größe mit klar umrissener Silhouette, Gesamterscheinung und Bewegung elegant. |
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| VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN): Sehr aktiv mit ausgeprägtem Jagdsinn. Besonders freundlich und gutmütig. |
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| KOPF | Er wird erhoben getragen, ist lang und verhältnismäßig trocken. |
| OBERKOPF | |
| Schädel | Von Behang zu Behang oval, mit erkennbar viel Raum für das Gehirn; deutlich hervortretendes Hinterhauptbein. |
| Stop | Deutlich ausgeprägt. |
| GESICHTSSCHÄDEL | |
| Nasenschwamm | Schwarz oder leberbraun, im Einklang mit der Farbe des Haarkleids. Nasenlöcher weit offen. |
| Fang | Mäßig tief und ziemlich viereckig. Die Länge des Fanges vom Stop bis zur Nasenspitze sollte gleich der Länge vom Hinterhauptbein bis zum Stop sein. |
| Lefzen | Nicht zu sehr hängend. |
| Kiefer / Zähne | Kräftige Kiefer von ungefähr gleicher Länge, mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. Vollzahnigkeit erwünscht. |
| Augen | Intelligent, sanft und ausdrucksvoll. Augenfarbe von haselnussbraun bis dunkelbraun, je dunkler umso besser. Nur bei Hunden mit der Farbe « Liver Belton » ist ein helleres Auge zulässig. Augenform oval. Augen nicht hervortretend. |
| Behang | Von mittelmäßiger Länge, tief angesetzt, in schönen Falten dicht an der Wange anliegend. Spitze des Behangs samtartig, oberer Teil mit feinem, seidigem Haar bedeckt. |
| HALS | Ziemlich lang, muskulös und trocken, am Kopfansatz leicht gebogen und gut vom Kopf abgesetzt, zur Schulter hin stärker werdend, keine lose Kehlhaut oder lose Haut unterhalb des Kehlbereichs. Elegant. |
| KÖRPER | Mäßig lang. |
| Rücken | Kurz und gerade. |
| Lenden | Breit, leicht gewölbt, kräftig und muskulös. |
| Brust | Tief. Gute Tiefe und Breite zwischen den Schulterblättern. Rippen gut gerundet und stark gewölbt, wobei die Rippen weit nach hinten reichen. |
| RUTE | Annähernd in Linie des Rückens angesetzt, mittellang, nicht tiefer als bis zu den Sprunggelenken reichend, weder gerollt noch knotig, leicht gebogen oder Krummsäbelförmig. Dabei jedoch ohne die geringste Tendenz, die Rute erhoben zu tragen. Die Befederung oder Fahne hängt in langen Fransen nach unten. Die Befederung beginnt knapp unterhalb des Rutenansatzes, sie wird zur Mitte hin länger und die Fransenlänge wird zum Rutenende hin wieder kürzer. Haar lang, glänzend, weich und seidig, gewellt; aber nicht gelockt. Die Rute wird in der Bewegung lebhaft von einer Seite zur anderen geschlagen, dabei in einer Ebene mit der Rückenlinie, jedoch nicht darüber, getragen. |
| GLIEDMASSEN | |
| VORDERHAND | |
| Schultern | Gut zurückliegend, schräg. |
| Ellenbogen | Gut anliegend und gut unter dem Körper stehend. |
| Unterarm | Gerade und sehr muskulös, mit runden Knochen. |
| Vordermittelfuss | Kurz, kräftig, rund und gerade. |
| HINTERHAND | Die Läufe sind sehr muskulös, was auch für den Unterschenkel zutrifft. Von den Hüften bis zu den Sprunggelenken gute Länge der Schenkel. |
| Oberschenkel | Lang. |
| Knie | Gut gewinkelt. |
| Sprunggelenk | Weder ein- noch ausdrehend, gut tiefstehend. |
| PFOTEN | Gut gepolstert, mit eng aneinander liegenden und gut aufgeknöchelten Zehen, die durch dazwischen liegenden Haarbewuchs gut geschützt sind. |
| GANGWERK | Freie, anmutige Bewegung, die den Eindruck von Schnelligkeit und Ausdauer vermittelt. Freie Bewegung aus den Sprunggelenken bewirkt den kraftvollen Schub. Von hinten betrachtet bilden Hüfte, Knie- und Sprunggelenk eine Linie. Kopf natürlich hoch getragen. |
| HAARKLEID | |
| HAAR | Vom Hinterkopf in Höhe des Behangs beginnend über den ganzen Körper verteilt leicht gewellt, aber nicht gelockt, lang und seidig. « Hosen » an den Hinterläufen und Befederung an den Vorderläufen fast bis zu den Pfoten reichend. |
| FARBE |
Schwarz und Weiß (blue belton), Orange und Weiß (orange belton),
zitronenfarben und Weiß (lemon belton), Leberbraun und Weiß (liver
belton) oder Tricolour; diese Dreifarbigkeit besteht aus « blue
belton » und Tan oder « liver belton » und Tan. Dabei werden Hunde ohne grosse Flecken am Körper, dafür mit überall vorhandener Tüpfelung (Belton) bevorzugt. |
| ANMERKUNG DER STANDARD-KOMMISSION: | |
| « BELTON » dient als Farbbezeichnung für eine Tüpfelung und/oder ein Zusammenlaufen von Farben und gilt für den English Setter. Belton ist ein Dorf in Northumberland, und der Name wurde von Mr. Edward Lavarack, dem Züchter der die Rasse in ihrer heutigen Form geprägt hat, in seinem Buch über die English Setter verwendet, um diese Färbung zu kennzeichnen. | |
| GRÖSSE | |
| Widerristhöhe | Rüden
65 bis 68 cm Hündinnen 61 bis 65 cm |
| FEHLER | Jede
Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen
werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der
Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss hinsichtlich Gesundheit
und Wohlbefinden des Hundes. Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden. |
| N.B. | Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden. |
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Bild
nach Foto von Blue Baltics IceArtist Victor |
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